Nach den starken Schneefällen im Allgäu: DB Regio Baden-Würtemberg beseitigt Schäden

Der SWR berichtet von vor Ort

 

Vor allem Dieselfahrzeuge betroffen - Verbesserungen im Laufe der Woche - Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet

Die enormen Schneemengen in den vergangenen Tagen in Teilen des Landes Baden-Württemberg sowie im Grenzgebiet zu Bayern bedeuten für DB Regio weiterhin eine große Herausforderung. Wenngleich die Niederschläge nachgelassen haben und Bahnstrecken wieder freigeräumt werden konnten, müssen nun durch Schnee und Eis verursachte Schäden an Schienenfahrzeugen beseitigt werden.

"Die sogenannten Niederflurfahrzeuge, die wir in Baden-Württemberg im Regionalverkehr einsetzen, bieten für unsere Fahrgäste viele Vorteile: Sie sind barrierefrei zugänglich, leicht und ermöglichen damit ein zügiges Beschleunigen. Genau diese Vorteile der Fahrzeuge wirken sich bei großen Schneemengen aber nachteilig aus. Grund dafür ist, dass sich der Fahrzeugboden deutlich näher über den Gleisen bewegt, als dies bei älteren Dieseltriebwagen der Fall ist. Dadurch treten bei Schneemengen im Gleis Schäden an den Fahrzeugen deutlich schneller auf", erläutert Martin Selig, Regionalleiter Produktion in Baden-Württemberg und ergänzt: "Das Problem war nicht alleine der Schneefall, sondern vielmehr die damit verbundenen Folgen wie Eisbrocken unter den Fahrzeugen oder vereiste Schneeverwehungen, in die Fahrzeuge gefahren sind. Zwischenzeitlich mussten wir feststellen, dass Beschädigungen zum Teil umfangreicher sind, als zunächst angenommen. Insbesondere beschädigte Verkabelungen und verbogene Teile am Fahrzeugboden machen uns zu schaffen.

"Beschädigt wurden 17 Triebwagen der Baureihe VT 650 sowie Neigetechnikfahrzeuge der Baureihe VT 612 bei Fahrten auf den Strecken im württembergischen Allgäu und im bayerischen Bereich nach Memmingen und Lindau sowie im Donautal. Da diese Fahrzeuge auch auf der Bodenseegürtelbahn zwischen Friedrichshafen und Radolfzell sowie zwischen Ulm, Biberach und Aulendorf eingesetzt werden, kommt es aktuell auch auf diesen Strecken durch fehlende Fahrzeuge zu Einschränkungen und Zugfahrten mit geringerer Kapazität. Die betroffenen Fahrzeuge werden aktuell am Instandhaltungsstützpunkt in Ulm wieder repariert. Aufgrund des erhöhten Schadstands an Fahrzeugen kommt es auch bei anderen Fahrzeugbaureihen im Dieselbereich bis voraussichtlich dem Ende dieser Woche zu Einschränkungen.

Zwischen Markdorf und Friedrichshafen besteht bis einschließlich 18. Januar ein Zusatzverkehr mit Bussen. Im württembergischen Allgäu wird der Zugverkehr sukzessive wieder aufgenommen und durch einen Busnotverkehr gestützt. Aktuelle Informationen finden sich auf www.bahn.de sowie dem DB-Streckenagenten https://www.bahn.de/p/view/service/mobile/streckenagent-app.shtml.


SWR berichtet von vor Ort:

Reportage vom 21.1.2019