Friedrichshafen: Fahrgastrekord beim Stadtverkehr

Foto: SVF / Felix Kästle

Anfang 2024 führte der Friedrichshafener Stadtverkehr sein neues Fahrplan-Konzept ein und erhöhte damit die Attraktivität des ÖPNV deutlich. Die grünen Busse beförderten 2025 rund 4,5 Mio. Fahrgäste – 15 Prozent mehr als im Vorjahr und ein absoluter Fahrgastrekord beim Stadtverkehr. Im Sommer sollen sieben neue vollelektrische eBusse zur Flotte dazustoßen. Zudem sollen 100 weitere Fahrgastinformations-Bildschirme an den Haltestellen verbaut werden.

Fahrgastrekord

2025 beförderte der Stadtverkehr rund 4,5 Millionen Menschen in Friedrichshafen, Markdorf und Oberteuringen – nach 3,9 Millionen im Jahr zuvor. Das sind so viele Fahrgäste wie nie zuvor. „Wir freuen uns, dass unser Busverkehr so gut angenommen wird und wir die Fahrgastzahlen im vergangenen Jahr um 600.000 Fahrgäste und damit um 15 Prozenz steigern konnten“, berichtet Stadtverkehrs-Chefin Magdalena Linnig. Im Durchschnitt sind täglich über 12.300 Menschen mit den grünen Bussen unterwegs. „Wir haben unser Angebot 2024 deutlich ausgebaut. Dieser starke Fahrgast-Zuwachs zeigt den Erfolg dieser Erweiterung. Zusätzlich haben wir mit Aktionen wie dem kostenlosen Verkehr an Adventssamstagen oder verschiedenen Infotagen immer mehr Menschen in unsere Busse gebracht und den Stadtverkehr als gute und günstige Alternative zum eigenen Auto positioniert“, so Linnig. „Die Fahrgastzahlen zeigen klar, dass unser Angebot von den Menschen in der Region immer mehr angenommen wird.“

Die Stadtverkehrs-Linien mit den meisten Fahrgästen sind die 5 zum Klinikum und Messe, die 13 nach Ailingen/Ettenkirch sowie die 14 nach Ailingen/Oberteuringen. Bei einzelnen Linien sehe man hingegen bei der Auslastung noch Potenzial.

Pünktlichkeit weiter verbessern

Die Pünktlichkeit hat sich seit dem Start zwar kontinuierlich verbessert – doch der Stadtverkehr möchte weiter nachschärfen: „Wir arbeiten kontinuierlich gemeinsam mit unserem Dienstleister RAB und der Stadt Friedrichshafen an der Verbesserung der Pünktlichkeit unserer Fahrzeuge. Im öffentlichen Nahverkehr haben jedoch auch stets äußere Faktoren – wie beispielsweise Baustellen, Staus oder auch neue Tempo 30-Zonen – einen großen Einfluss auf die Pünktlichkeit“, erklärt die Stadtverkehrs-Chefin.

Neue eBusse und ePaper

Auch 2026 wird der Stadtverkehr investieren und das Angebot weiter verbessern. So sollen im Sommer die langersehnten sieben E-Busse den Betrieb aufnehmen und die Elektrifizierung des ÖPNV in der Zeppelinstadt voranbringen. Ursprünglich hätten Busse eines anderen Herstellers bereits 2024 die Flotte komplettieren sollen, mussten jedoch aufgrund von Lieferschwierigkeiten und der wirtschaftlich angeschlagenen Situation des Busherstellers storniert und im Anschluss europaweit neu ausgeschrieben und bestellt werden. Die Stadtverkehrs-Flotte besteht dann ab Sommer einheitlich aus modernen und komfortablen Fahrzeugen, da dann die restlichen sieben alten silbernen Busse – die aktuell ersatzweise noch genutzt werden – ausgemustert werden können. „Mit einem Durchschnittsalter von deutlich unter 2 Jahren haben wir dann eine der jüngsten Busflotten Deutschlands“, berichtet Linnig.

Die Fahrgastinformations-Bildschirme, so genannte ePaper, an denen man an der Haltestelle die nächsten Abfahrten in Echtzeit sehen kann, baut der Stadtverkehr derzeit weiter stark aus. Zu den bisher verbauten 34 ePapern sollen dieses Jahr 50 weitere dazu kommen. Zudem sollen in den nächsten beiden Jahren nochmal 50 weitere Geräte an Haltestellen installiert werden. Die ePaper bieten eine Vorlesefunktion und sind damit auch für Menschen mit Seheinschränkungen barrierefrei nutzbar.

Infos auf www.stadtverkehr-fn.de