Stellvertretende Landrätin besucht heimische Busunternehmer

Bitte einsteigen: Die Erste Landesbeamtin Anna Maria Ostermeier lässt sich von Busunternehmer Mario Sohler erklären, welche Voraussetzungen für einen gut funktionierenden Busverkehr entscheidend sind. Foto: RBO

Wie funktioniert eigentlich ein reibungsloser Busverkehr? Diese Frage stellte sich Anna Maria Ostermeier, die seit Juni stellvertretende Landrätin im Landkreis Ravensburg ist. Eine anschauliche Antwort gaben die mittelständischen Busunternehmer der Gemeinschaft „rbo“ – Regionalverkehr Bodensee Oberschwaben GmbH.

Die privaten Busunternehmer befördern tagtäglich Tausende Fahrgäste in die Schulen, zu ihren Arbeitsstätten oder zum Einkaufen und wieder zurück. Um mit einer Stimme zu sprechen, schlossen sich die „Leistungserbringer“ 2004 zur RBO zusammen, der die Firmen Bühler, Ehrmann, Hutter, Morath, Müller, Reisch, Schuler, Sohler, Grabherr und Strauss sowie die OVW und die RBAangehören.

Der Landkreis finanziert das Angebot mit und legt die Standards im Busverkehr fest. Anna Maria Ostermeier warf bei dem Vor-Ort-Termin bei Omnibus Sohler in Wangen einen Blick hinter die Kulissen eines modernen Busunternehmens und erfuhr, welche Voraussetzungen notwendig sind, dass der Linienbus sicher, möglichst verlässlich und pünktlich kommt.

Dazu gehört außer einer guten EDV-gestützten Logistik und kompetenten Mitarbeitern eine professionelle Werkstatt mit gutausgebildetem Personal. „Busse haben viel Technik und Elektronik. Schon allein aus diesem Grund sind die regelmäßigen Wartungen eines Omnibusses anspruchsvoll und erfordern eine hohe Fachkompetenz von unseren Mitarbeitern“, erklärt Mario Sohler. Eine entsprechende Ersatzteil- und Ressourcenvorhaltung sind für die Busunternehmer selbstverständlich, um eventuelle Reparaturen schnellstmöglich erledigen zu können.

Auch dass ein Betriebsgelände einen hohen Stellenwert hat, denn hier verbringen die Busse die Nachtruhe und das Fahrpersonal Pausen, bevor sie morgens ab 4 Uhr wieder starten.

„Für ein verlässliches, qualitativ hochwertiges Busangebot braucht es eine moderne IT und Fahrzeuge. Bei den Familien, die hinter vielen RBO-Unternehmen stehen, spürt man aber vor allem viel Engagement und Herzblut, von früh morgens bis spät abends.“, resümiert Anna Maria Ostermeier.

RBO-Bernd Grabherr, Geschäftsführer im Verband der privaten Busunternehmer, die den Linienverkehr im Landkreis Ravensburg übernehmen, äußerte sich sehr positiv über den Besuch aus dem Landratsamt: „Ihr Interesse an uns Leistungserbringern zeigt, dass Frau Ostermeier den öffentlichen Nahverkehr wertschätzt und ihr eine gute Zusammenarbeit mit den regionalen Busunternehmern am Herzen liegt.

 

Die RBO in Kürze

Die Regionalverkehr Bodensee-Oberschwaben GmbH, kurz RBO, ist eine Kooperation von 13 privaten Busunternehmen im bodo-Verkehrsverbund. Geschäftsführer sind Bernd Grabherr von der Firma Omnibus Grabherr GmbH, Waldburg sowie Philipp Reinalter von der Firma Strauss Reisen, Tettnang. Gemeinsam tragen die RBO-Omnibusunternehmen zu einer ständigen Verbesserung des ÖPNV im bodo-Verkehrsverbund bei. Mit ihren Partnern ist die RBO Anlaufstelle für Kunden und Aufgabenträger und bringt ihre Kompetenz in kundenfreundliche ÖPNV-Angebote und Service ein.

Die Busunternehmer sind auf 62 Linien im bodo unterwegs und leisten im Jahr rund 10 Millionen Streckenkilometer im Linienverkehr. Sie investieren bislang jährlich rund 7 Millionen Euro in neue Busse.